Perspektiven in Recife

Unser Partner-Projekt Grupo Ruas e Praças

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In der nationalen Kampagne Criança não é de rua (Kinder sind nicht von der Strasse) veröffentlichte eine Studie die Zahlen, über Kinder und Jugendliche, die permanent auf der Strasse leben. In Recife wurden rund 750 Kinder und Jugendliche gezählt.
Unsere Partnerorganisation Grupo Ruas e Praças macht darauf aufmerksam, dass insbesondere Kinder und Jugendliche sehr hohen Risiken ausgesetzt sind, weil sie in der Regel keinen Zugang zu sozialen Diensten und Einrichtungen haben und ihre grundlegenden Rechte nicht gewährleistet sind. Viele dieser Jugendlichen sind zudem Analphabeten, da sie oft nicht einmal die Grundschule abgeschlossen haben. Dies und ihr ungeregelter Tagesablauf, Drogenmissbrauch und gewalttätiges Verhalten sind fast unüberwindliche Hindernisse für einen Eintritt in die Arbeitswelt.

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Die Grupo Ruas e Praças, unser Partner in Recife, kann auf nahezu drei Jahrzehnte Erfahrung in der Arbeit mit Strassenkindern und Jugendlichen im Grossraum Recife zurückblicken.
Pädagoginnen und Pädagogen sind regelmässig auf Strassen und Plätze in Recife präsent, und suchen das Gespräch mit den Strassenkindern. Oft laden sie diese ein, den Sitz der Organisation im Stadtzentrum zu besuchen, wo die Jugendlichen in einer geschützten Umgebung duschen, sich ausruhen und etwas essen können. Sie haben dort auch die Möglichkeit, sich verschiedenen Freizeitaktivitäten wie Musik, Fussball oder Capoeira (brasilianischer Kampftanz) zu widmen oder an Workshops und Exkursionen teilzunehmen.

Während den verschiedenen Aktivitäten werden die Kinder und Jugendlichen dazu ermutigt, über ihre aktuelle Lebenssituation nachzudenken und sich zu überlegen, wie sie ihrem Leben eine neue Wende geben könnten.

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Für viele Jugendliche aus den Favelas stellt der Eintritt in ein formelles Arbeitsverhältnis eine unüberwindbare Hürde dar. Meist fehlt es ihnen sowohl an Wissen über Ausbildungsmöglichkeiten, die dafür notwendigen Fähigkeiten und Verhaltensweisen sowie eine Orientierung seitens der Eltern. Hinzu kommt Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe und Herkunft. Um den Einstieg in die Arbeitswelt zu vereinfachen, bietet Grupo Ruas e Praças Jugendlichen aus sozial benachteiligten Stadtvierteln, parallel zum staatlichen Regelunterricht, einen berufsvorbereitenden Kurs an.

Nebst der direkten Betreuung, Förderung und Wiedereingliederung der vulnerablen und auf der Strasse lebenden Kinder und Jugendlichen geht es auch darum, die Gesellschaft für die sozialen Probleme dieser Jugendlichen und deren Rechte zu sensibilisieren.